Das Leben auf dem Land entdecken

Im Freilichtmuseum von Klockenhagen können Besucher das landestypische Landleben direkt vor Ort kennen lernen. Dieses Dorfmuseum zeigt in 20 verschiedenen Gebäuden den landwirtschaftlichen Alltag vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Von der Schmiede bis zur Dorfkirche und der Mühle können Besucher das komplette Dorfleben erkunden.

 

Seit 1970 zeigt das Freilichtmuseum Klockenhagen in Ribnitz-Damgarten auf einem 6 Hektar großen Gelände das traditionelle Landleben. Als sogenannter Kulturhof entstand das Dorfmuseum, indem die 20 Häuser aus 18 verschiedenen Ortschaften hier originalgetreu aufgebaut wurden. Alle Gebäude sind aus Mecklenburg-Vorpommern und sollen den regionalen Bezug deutlich aufzeigen. So findet man in den Häusern Schauräume und Ausstellungen mit Original-Exponaten. Auch die umliegenden Felder und Gärten sind Bestandteil der Ausstellung und zeigen lebendige Eindrücke vom früheren Landleben. Erwachsene und Kinder können sogar an Mitmach-Aktionen teilnehmen.

Auf einem parkähnlichen Gelände führt der Weg zu den einzelnen Häusern, die für das Dorfleben eine bestimmte Nutzung haben. So zeigt das Gebäude der Stellmacherei aus dem Jahre 1900 die typische Werkstatt eines Handwerkers: hier wurden Wagenräder aus Holz hergestellt und im Haus findet man eine Drechsel- und Hobelbank, die für Schauführungen genutzt wird. Das bekannteste Gebäude ist die letzte erhaltene Bockwindmühle aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Mühle wurde 1795 erbaut und bis 1950 genutzt. Für Besucher ist die 1. Etage der Mühle geöffnet und die kleine Ausstellung informiert mit Hinweis-Tafeln über die Produktionsweise. Das Bauernhaus Klockenhagen gehört zu den ältesten Gebäuden und stammt aus dem späten 18. Jahrhundert. Die alte Bausubstanz ist in der früheren Form erhalten geblieben und auch die Aufteilung im Innenraum wurde nicht verändert. So findet man in einer einzigen Halle den Wohnbereich, den Herd, eine Diele und den offenen Stall.

Die Umgebung der einzelnen Häuser ist mit Musterparzellen und Kulturpflanzen originalgetreu nachgestellt. Dazu passend werden die landwirtschaftlichen Geräte präsentiert, mit denen das Feld bestellt wurde. Zu den museumspädagogischen Aufgaben gehören auch Führungen durch den Kräutergarten, um die Wirkung der Heilpflanzen kennen zu lernen. Außerdem gibt es Führungen über das gesamte Gelände und Besucher können sich auf diese Weise einen guten Überblick verschaffen.

Die Mitmach-Angebote sind vielfältig und entsprechen den landwirtschaftlichen Tätigkeiten: Backen im Holzofen, Körbe flechten und am Spinnrad arbeiten oder in der Schmiede mit Hammer und Amboss bestimmte Werkstücke anfertigen. Auch die Fütterung der Tiere gehört zum Programm und Kinder können die Ziegen, Hühner und Enten füttern.

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