Rosenort ist ein beliebter Badestrand an der Ostseeküste bei Warnemünde. Nordöstlich der Warnow-Mündung kann man den Küstenwanderweg mit einem Abstecher ins Hinterland kombinieren. Nur wenige Kilometer vom Ufer entfernt führt der Wanderweg an Hochmooren und Binnenseen vorbei. Für Wanderer und Naturfreunde ist diese abwechslungsreiche Route sehr zu empfehlen.

 

Die Route startet im Ostseebad Markgrafenheide, ein kleines Seebad an der Mecklenburger Bucht bei Warnemünde. Hier am nordöstlichen Abschnitt der Bucht ist es deutlich ruhiger als im lebhaften Seebad von Rostock. An den Dünen entlang geht’s in nördlicher Richtung zu einem Strandabschnitt mit Gastronomie und Strandkörben. Hier können Wanderer eine erste Pause einlegen und die Fährschiffe auf der Ostsee beobachten. Ab Warnemünde verkehren die Schiffe nach Skandinavien, Polen und ins Baltikum und die Mecklenburger Bucht ist mit vielen Fähren und Segelbooten gut gefüllt.

Landeinwärts erkennt man bei Markgrafenheide die ersten Waldausläufer und die Route führt zunächst in nördlicher Richtung direkt am Strand entlang. Nach rund 4 Kilometern erreicht man den Heiligensee, ein rundförmiger Binnensee in Küstennähe. Hier brüten seltene Vogelarten wie Kiebitz, Bekassine oder Rotschenkel. Weiter nördlich geht’s schließlich zum Badestrand von Rosenort, der mit seinen breiten Uferzonen und den Dünenlandschaften sehr reizvoll ist. Hinter den Dünen beginnt der Küstenwald und nach einigen hundert Metern führt ein ausgeschilderter Pfad in den Forst.

Der Küstenwald ist ein Ausläufer im Naturschutzgebiet Heiligensee und Hütelmoor, ein Mischwald mit Mooren und schilfgesäumten Seen. Das Areal gehört zur Rostocker Heide, die auf über 5 000 Hektar den größten zusammenhängenden Küstenwald in Deutschland bietet. Das Areal Heiligensee und Hütelsee ist 500 Hektar groß und die Wege sind hier gut ausgeschildert. Entlang der Birken und Eschen läuft man in Richtung Süden und Wanderer erreichen einen Aussichtsstand. An dieser Stelle kann man sich auf Hinweistafeln über die einheimische Vogelwelt informieren. Auch die Fauna wird näher erläutert und abseits des Weges sieht man Sumpfpflanzen, Schilfgebiete und das bunte Wiesenschaumkraut. Über den Plattenweg gelangt man zum Hütelmoor und die umliegenden Feuchtwiesen zeigen viele verschiedene Sumpfpflanzen.

Am Ende der Wanderroute geht’s zum Zielort in Markgrafenheide. Hier kann man südlich der Ortschaft einen Abstecher zum Radelsee unternehmen, der ebenfalls zum Naturschutzgebiet gehört. Auch hier gibt es weitläufige Salzwiesen mit seltener Fauna.

Auf der Wanderroute zwischen Markgrafenheide und Rosenort trifft man auf eine sehr vielgestaltige Natur. Während der weitläufige Strand von Rosenort einen beeindruckenden Blick auf die Mecklenburger Bucht ermöglicht, zeigt das Hinterland eine abgeschiedene Naturlandschaft aus Mooren und Küstenwäldern.

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