Sellin auf Rügen

Bild der Seebrücke von Sellin bei Nacht

Fast schon versteckt in den Höhenzügen der Granitz liegt das Ostseebad Sellin auf den östlichen Ausläufern der Insel Rügen. Im Norden und Süden von der Ostsee eingebettet, ist der Ort schon längst nicht mehr nur ein Geheimtipp für Badeurlauber, Entspannungssuchende und Naturliebhaber. Im Süden wartet die Badebucht mit feinem Sandstrand auf, während der südwestliche Bereich an den Selliner See in Verbindung zum Greifswalder Bodden angrenzt.

Schon im Jahr 1295 wurde Sellin erstmals urkundlich erwähnt. Das "Zelinische beke" - slawisch für "grünes Land" und "beke" für "Bach" - gehörte über Jahrhunderte zum Herrschaftsgebiet der Putbus-Fürsten. Nachdem 1750 sich dann ein Weber, Schneider, Bäcker und Wagner in der Selliner Heide ansiedelten, wurde 1786 das Dorf auch landwirtschaftlich erschlossen. Nun vereinte Sellin ein kleines Ackerwerk und sechs Höfe. Als schließlich 1806 die Leibeigenschaft aufgehoben wurde, zählte Sellin insgesamt 138 Einwohner.

Heute leben circa 2.500 Einwohner in den vier Ortsteilen Altensien, Neuensien, Moritzdorf und Seedorf. Bekannt geworden ist Sellin nicht nur durch seine naturbelassenen Biosphärenreservate, sondern auch durch die einzigartige Bäderarchitektur, welche sich insbesondere in der historischen Strandbrücke widerspiegelt. Der Neubau dieser fast 400 Meter langen Brücke erfolgte in den 90er Jahren nach dem historischen Vorbild von 1927. Das neue und alte Wahrzeichen Sellins bietet Touristen und Besuchern im Palmengarten und Kaiserpavillion ein ausgewogenes gastronomisches Angebot. Ein weiteres Merkmal der kennzeichnenden hundertjährigen Bäderarchitektur ist die Wilhelmstraße mit prunkvollen, weißen Villen und Geschäften.

Die 1986 erhaltene Auszeichnung als staatlich anerkannter Erholungsort erfolgte natürlich auch durch die unmittelbare Nähe zum Strand, zu dessen Steilufer die Wilhelmstraße führt. Genauer gesagt existieren zwei Strände in Sellin, von denen der südliche mit Badebucht zwischen Sellin, Baabe und Göhren als eigentliche "Badewanne" gilt. Der feine, weiße Sand lädt dabei zu Strandausflügen und großartigen Sandbau-Projekten für die ganze Familie ein, während immer in der Nähe das erfrischende Nass der Ostsee wartet. Bade- und Familienfreundlichkeit wurde in Sellin mehrfach ausgezeichnet: So bescheinigt das Gütezeichen "Blaue Flagge" einwandfreie Wasserqualität. Dazu achtet die Wasserwacht am Südstrand auf ein sicheres Badevergnügen.

Auch außerhalb der Hochsaison haben immer mehr Urlauber das vielfältige Aktivitätsangebot in Sellin zu schätzen gelernt: Neben naheliegenden Beschäftigungen wie Wandern und Radfahren wird auch Tennis, Reiten und Bogenschießen angeboten. Eine gut ausgestattete Bibliothek und das Museum "Seefahrerhaus" runden auch kulturell das Angebot ab.

Urlauber finden in zahlreichen Privatquartieren und Ferienhäusern, aber auch noblen Sterne-Hotels eine passende Unterkunft. Wer sich allerdings für einen Besuch Sellins im Sommer entscheidet, sollte schon frühzeitg buchen: In der Hauptsaison sind viele der Ferienwohnungen belegt. Ferienwohnungen kann man über viele Webseiten wie z.B. http://sellinruegen.de oder hier über Ostsee.org buchen.

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